Erinnere-dich-Spiel - Bild-Botschaften für Inklusion

Erinnere-dich-Spiel

Inklusion braucht Barrierefreiheit. Im Rahmen von Ortsbegehungen und Veranstaltungen in Ostholstein sind Fotos für ein Erinnere-dich-Spiel entstanden. Zusammengestellt zu Bildpaaren, die nicht identisch sind sondern sich ergänzen, regt das Memospiel zum Rätseln und Diskutieren an.
Täglich werden neue Nachrichten zum Thema Corona veröffentlicht, verbunden mit Einschränkungen der persönlichen Freiheit und Mobilität. Die momentanen Beschränkungen machen für die ganze Gesellschaft spürbar, welche elementare Bedeutung Barrieren haben und wie hart sie sich individuell auswirken.
Was ist aber mit den Menschen, die aufgrund ihrer Sehbehinderung dauerhaft nur schwer am Geschehen teilnehmen können? Warum gibt es keine Gottesdienste in leichter Sprache für Menschen mit kognitiven Einschränkungen? Wann werden Freizeitangebote und Restaurants barrierefrei zugänglich gemacht? Diese Fragen machen deutlich, dass gleiches Recht auf Teilhabe von den Gegebenheiten vor Ort abhängig ist.
Immer noch werden Menschen mit Behinderungen zu selten mitgedacht und aktiv einbezogen. Und gerade in Corona Zeiten scheint es wichtig, an die Anforderungen von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu erinnern damit die Umsetzung der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung nicht in Vergessenheit gerät. Die strukturelle Ausgrenzung durch bauliche oder sprachliche Barrieren ist keine temporäre. Denn nicht der Rollstuhl ist das Problem bei einer Behinderung, sondern die Stufe am Eingang, die den Zugang für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen verhindert.
„Mit unserem Erinnere-dich-Spiel wollen wir auf spielerische Weise ein Augenmerk auf die Vielschichtigkeit beim Thema Barrierefreiheit setzen.“, sagt Lena Middendorf, Projektleiterin bei der Lebenshilfe Ostholstein.
Da ist die Kinderschaukel mit Schalensitz, geeignet auch für Kinder mit motorischen Schwierigkeiten, die Ampelanlage mit und ohne akustische Signalgeber, ein Rollstuhl vor einer Treppe oder auf der Rampe, aber auch ein Foto des Landesaktionsplanes zur Umsetzung der UN-Konvention. „Es ist nicht immer leicht, dass richtige Bildpaar ausfindig zu machen, aber gerade das macht den Reiz des Spiels aus.“, so Klaus Adler, der das Spiel als Botschafter für Inklusion bereits getestet hat. Auf der Website www.ostholstein-wir-alle.de steht eine Variante des Spiels bereits online zur Verfügungund erfreut sich großer Beliebtheit.

Der Druck der Bildkarten wurde gefördert aus den Mitteln des Fonds für Barrierefreiheit durch den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein – Staatskanzlei.

Weitere Informationen:
Lebenshilfe Ostholstein e. V.
Lena Middendorf
Tel.: 0451 49 05 66 35, Email: middendorf@lebenshilfe-ostholstein.de

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